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Mithridates (VI.) von Pontos



mein 73xUr-Großvater

Eupator Dionysos

König von Pontos 120-63 v. Chr.

Pontos war zu dieser Zeit das größte und einflußreichste Königreich Kleinasiens.
Nach Mithridates benannt sind die drei mithridatischen Kriege, die er gegen Rom führte.

*   Sinope 132 v. Chr.
oo  unbekannt  Laodike von Pontos
†   Pantikapaion, Krim 63 v. Chr.

Quellen: Bernd Josef Jansen
wikipedia.org


Vater:Mithridates (V.) von Pontos

Mutter:Laodike von Syrien

Geschwister:Phytodoris * unbekannt um 150 v. Chr. - oo Samos von Kommagene - † unbekannt

Kinder:Kleopatra * unbekannt um 110 v. Chr. - oo Tigranes (II.) von Armenien - † nach 58 v. Chr.


Angeblich verbrachte er sieben Jahre seiner Jugend (ca. 119/118–115/114 v. Chr.) im Exil,
da seine Mutter, die Königin Laodike ihm nach dem Leben trachtete. Nach seiner Rückkehr
ließ er seine Mutter sowie seinen jüngeren Bruder Mithridates Chrestos ("der Tüchtige")
ermorden. Er erweiterte sein Königreich zunächst um griechisch besiedelte Gebiete auf und
an der Krim. Nachdem Mithridates so seine Machtbasis rund um das Schwarze Meer erweitert
hatte, begann er mit Eroberungen in Kleinasien.

Dadurch geriet er in Konflikt mit Rom. Aufgrund der Ausbeutung der römischen Provinz Asia
durch die römischen Steuereintreiber und der Schwäche Roms im Bürgerkrieg kam es in Kleinasien
zu Aufständen. Da Mithridates den weitverbreiteten Hass auf die Römer nutzte und mit dem
Versprechen von Freiheit auftrat, stieß er kaum auf Widerstand. Auch eilte ihm sein Ruf voraus,
begründet auf seine große Statur und seine physischen Fähigkeiten. So konnte er angeblich sehr
weite Strecken in verhältnismäßig kurzer Zeit zu Pferd zurücklegen.

In einem ersten Feldzug gelang es Sulla, römischer Statthalter in Kilikien, Mithridates aus
Kappadokien zu vertreiben. Kurz darauf schloss der Pontiker ein Bündnis mit seinem Schwiegersohn
Tigranes II. von Armenien. Dadurch war Mithridates in der Lage, weite Teile Kleinasiens, der
Ägäis und Griechenlands unter seine Kontrolle zu bringen, außerdem das Bosporanische Reich.
Die Stadt Kyzikos wurde im Jahre 74 v. Chr. erfolglos durch ihn belagert. Auf seinen Befehl
wurden 88 v. Chr., angeblich an einem Tag, etwa 80.000 Italiker getötet (sog. Vesper von Ephesos).

Rom stellte Sulla schließlich eine umfangreiche Armee zur Verfügung. Der Erste Mithridatische
Krieg begann 89 v. Chr., bewirkte zunächst nur geringe Erfolge für Rom und endete 84 v. Chr. mit
einem Vertrag, der in etwa die Situation vor Mithridates’ Expansion am Südufer des Schwarzen
Meeres wiederherstellte, aber nicht lange hielt. Grund dafür waren unter anderem die hohen
römischen Tributforderungen, die bald wieder zu Aufständen führten, die der pontische König
umgehend nutzte. Sullas Statthalter Lucius Licinius Murena erlitt im darauf folgenden Zweiten
Mithridatischen Krieg bis 81 v. Chr. Gebietsverluste. Im Dritten Mithridatischen Krieg, der
sich von 74 bis 63 v. Chr. in nahezu ganz Kleinasien entspann, brachte Lucullus Mithridates
und Tigranes schwere Niederlagen bei, wurde dann aber durch Pompeius ersetzt, was den
Kriegsverlauf weiter verzögerte.

Pompeius besiegte Mithridates schließlich 63 v. Chr. und stellte in der Folge die politische
Ordnung in Kleinasien und Syrien auf eine neue Grundlage. Mithridates wurde auf die Krim
zurückgedrängt, von wo er im Alter immer wieder in Kleinasien einzugreifen versuchte. Er
wurde schließlich von seiner eigenen Familie, die mit Rom verhandelte, zu Gunsten seines
Sohnes abgesetzt. Der Überlieferung zufolge versuchte sich Mithridates zu vergiften, was
misslang, da er durch die kontrollierte Einnahme von Giften Immunitäten aufgebaut hatte
(vgl. Mithridatisation und Mithridatikum). Schließlich ließ er sich von einem Getreuen auf
der Burg von Pantikapaion erdolchen.